Heute bin ich noch hier

Als ich noch ein kleines Kind war ueberkam mich oft eine immense Angst. In meinem Leben gab es nie einen Gott, keine Allseele, keine Heimkehr zu einem anderen Leben und kein Sein nach dem Tod. Also lag ich wach und sah Nichts vor mir. Das Nichts ist weder schwarz noch weiss, es ist farblos und leer. Und wenn ich ans Nichts dachte spuerte ich wie es an mir zog und an allem um mich her. Es zog auch an dir. Dabei wollte ich vor allem dich nicht ans Nichts verlieren. Es gab Wochen in denen ich beinahe jede Nacht zu dir gekommen bin und du hast mich immer in die Arme genommen und gesagt: Beruhig dich, ich bin ja da. Es hat Zeit gebraucht bis ich meine Angst ueberwinden konnte. Irgendwann realisierte ich dass das Nichts insofern es tatsaechlich unser Schicksal ist auch seine schoenen und beruhigenden Seiten hat. In Nichts ist kein Schmerz, keine Erinnerung, keine Sehnsucht. Sobald es ueber uns kommt sind wir auf paradoxe Art und Weise erloest. In meinen Augen bist du jetzt erloest und ich werde dieselbe Erloesung erfahren. Ich muss nur ein paar Jahre warten. Vielleicht 60 vielleicht 80 und dann bin ich wieder bei dir. Heute bin ich noch hier und ich vermisse dich aber wir werden wieder eins sein sobald ich zu dir komme. 

8.2.14 17:35

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