Fort von hier

Du solltest wissen, dass ich seit ich fort ging zwei Leben lebe. Ich bin gespalten, aber kann jetzt nicht mehr umkehren. Als ich Oesterreich verliess war mir klar ich wuerde etwas zuruecklassen, das ich vielleicht nicht wieder zurueck erlangen kann, etwas das mir wichtig ist. Meine Heimat, meine Vergangenheit, meine Freunde und meine Sicherheit. Aber ich dachte nicht, dass ich dich fuer immer verlieren wuerde. Wir aendern uns wenn wir fortgehen, nach einer gewissen Zeit wollen wir nicht mehr zurueck. Wir sehnen uns nach einer neuen Heimat und blicken nicht zurueck. Und trotzdem vergessen wir nie was einmal unser war. Etwas an diesem Loslassen und doch Haengenbleiben ist zu traurig um es in Worte zu fassen. Wenn wir Glueck haben finden wir Neues, vielleicht sogar etwas Besseres, dass wir ohne unseren Verlust nie haetten finden koennen. Wir finden Abenteuer die uns groesser machen, wir finden die Liebe zur Freiheit und den Mut ueber unseren eigenen Schatten zu springen. Wir finden uns selbst. Und im selben Moment in dem wir uns finden verwandeln wir uns in jemand anderen. Auf gewisse Art und Weise kehrt man nie mehr wieder zurueck. Haette ich Oesterreich doch nur fuer etwas Wichtigeres verlassen als fuer das Ablegen meiner Ahnungslosigkeit. Fuer einen Traum vielleicht. Einen Traum vom Grossartigsein, anstatt gedankenlos fortzugehen wie ein Stueck Treibholz .

Ich wollte immer mit dir ueber meine Liebe zu anderen Menschen sprechen. Ich wollte dass du weisst, dass ich Menschen liebe, die ich nicht lieben sollte. Menschen, die durch mein Leben ziehen, wie der Wind. In einem Moment sind sie mir nah und im naechsten sind sie wieder fort, denn ich besitze nichts, das sie haelt. Und jetzt bist du einer von Ihnen. Du bist fort und ich liebe dich immer noch. 

 

 

14.2.14 21:08

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